FAQ

FAQ - Import Team

Häufig gestellte Fragen

Diese FAQ hilft dir, die wichtigsten Import-Prozesse zu verstehen und optimal zu planen. Falls du weitere Fragen hast, stehen wir dir jederzeit zur Verfügung!

Brauche ich eine Transportversicherung?

Sie ist keine Pflicht, aber unbedingt empfohlen! Gerade bei internationalen Transporten (Seefracht, Luftfracht oder Zugfracht) kann es zur Haverie, Transportschäden oder Verlusten kommen. Eine Transportversicherung schützt dich zuverlässig vor finanziellen Schäden.

Um dir ein konkretes Angebot zu erstellen, benötigen wir folgende Informationen:

  • Incoterm: Vereinbarte Lieferbedingung (z. B. EXW, FOB, CIF etc.)
  • Packstückanzahl: Anzahl der Kartons, Paletten oder sonstigen Verpackungseinheiten
  • Gewicht pro Karton / Packstück / oder für die gesamte Sendung
  • Maße der Kartons / Packstücke / oder das Volumen für die gesamte Sendung
  • Warenbezeichnung & Zolltarifnummer (die Zolltarifnummer wäre nice to have)
  • Hinweise auf Gefahrgüter oder besondere Eigenschaften
  • Ziel der Sendung (Empfangsort)
  1. Schriftliche Bestätigung des Angebots per E-Mail;
  2. Mitteilung der Lieferanten-Kontaktdaten (Name, Telefon, E-Mail);
  3. Entscheidung zur Transportversicherung (empfohlen). Spätestens hier benötigen wir die Artikelbezeichnung und die Versicherungssumme.
  1. Bestellung & Warenproduktion;
  2. Abholung der Ware am Ort der Übergabe gem. Incoterms (per Seefracht, Luftfracht, Zugfracht oder LKW);
  3. Erstellung der Dokumente (Invoice, Packing List, ggf. Ursprungszeugnis);
  4. Transport ins EU-Zollgebiet;
  5. Verzollung oder Fiskalverzollung;
  6. Freigabe durch den Zoll;
  7. Weiterleitung zum Empfänger oder zu Amazon.
  • Handelsrechnung (Commercial Invoice);
  • Packliste (Packing List);
  • Frachtbrief (z. B. Bill of Lading, Air Waybill);
  • Ggf. Ursprungsnachweis (z. B. Form A oder Ursprungszeugnis);
  • Zolltarifnummern;
  • EORI-Nummer (falls du in der EU ansässig bist).

Jeder Karton sollte klar identifizierbar sein. Wir empfehlen:
– Dein Firmenname + Ort
– Artikelbezeichnung / SKU
– Stückzahl im Karton
– Kartonmaße
– Kartongewicht
Alle Markierungen sollten gut sichtbar auf mindestens 2 Seiten des Kartons angebracht sein.

  • Max. 63,5x60x60 cm;
  • Max. 23 kg;
  • Ab 15 kg mit Heavy-Label auf 5 Seiten;
  • Keine unnötigen Labels, Scancodes, Folien oder Klebebandreste;
  • Verpackung nur aus Pappe oder Papier;
  • Keine Umreifungsbänder oder Alufolien;
  • Stabile Wellpappe (ab 15 kg dreilagig).
  • Name und Adresse von Käufer und Verkäufer;
  • Rechnungsdatum und -nummer;
  • Beschreibung der Ware (gerne inkl. Zolltarifnummer);
  • Stückzahl und Preis pro Einheit;
  • Gesamtwert;
  • Incoterm;
  • Ursprungsland;
  • Währung.
  • Anzahl der Kartons;
  • Gewicht pro Karton;
  • Maße pro Karton;
  • Gesamtgewicht und Volumen;
  • Ggf. Seriennummern oder Artikelnummern;
  • Verpackungsart.

Nicht zwingend. Die Ware wird durch eine Palette vor Beschädigungen geschützt. Das Volumen der Palette und das dadurch erzielte Packmaß wird jedoch zur Berechnung der Frachtkosten herangezogen und oftmals müssen die Einwegpaletten kostenpflichtig entsorgt werden.

  • 20-Fuß-Container (20‘ GP): ca. 5,9 m lang, 2,35 m breit, 2,39 m hoch – ca. 33 m³;
  • 40-Fuß-Container (40‘ GP): ca. 12 m lang – ca. 67 m³;
  • 40‘ High Cube: wie 40‘, aber höher – ca. 76 m³.

Incoterms regeln den Kosten- und Gefahrenübergang zwischen Käufer und Verkäufer. Beispiele:

  • EXW (Ex Works / Ab Werk): Käufer übernimmt alle Kosten und Risiken ab Werk;
  • FCA (Free Carrier): Lieferant bringt die Ware bis zum vereinbarten Ort und trägt auch das Risiko bis dorthin (ACHTUNG! Missverständnisse möglich!)
  • FOB (Free on Board): Kosten und Risikoübergang beim Überschreiten der Reling während der Verladung aufs Schiff;
  • CFR / CIF: Der Lieferant trägt die Kosten und das Risiko bis zum Empfangshafen. (Achtung! Hohe zusätzliche und unerwartete Hafengebühren möglich!)
  • Seefracht China–Europa: regulär ca. 35–45 Tage;
  • Bahnfracht: regulär ca. 18–22 Tage;
  • Luftfracht: regulär ca. 3–7 Tage;
  • Innerhalb Europas: je nach Strecke 2–7 Tage.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist eine Paketlieferung zu empfehlen.

Vorteile: meistens schneller, keine Terminbuchung, meistens günstiger.

Fabrikanten sind eine Goldgrube für Spediteure, weil sie meistens einen gewaltigen Ausstoß an Ladung für die Weltmärkte haben. Aus diesem Grund werden sie als Kunden mächtig umworben und bekommen unglaublich gute Raten.

Wenn auf der Transportakte dann Geld fehlt, dann läuft es wie folgt:

Der Abgangsspediteur diktiert seinem Empfangsagenten, welche Kosten er auf der Empfängerseite noch „eintreiben“ muss, bevor die Sendung freigestellt werden darf. Diese Kosten werden einfach so hoch gesetzt, dass die Akte sowohl für den Abgangsspediteur als auch den Empfangsspediteur ausreichend im Plus ist.

Und so kommt es dazu, dass auf der Rechnung dann zum Teil unglaublich hohe lokale Kosten aufgeführt werden. Immer wieder taucht zum Beispiel die Chinese Import Servicefee in beliebiger Höhe auf – für welche du keine Gegenleistung erhältst – und dann gibt es oft noch eine Gebühr zum Ausgleich von Währungsschwankungen. Auch diese ist oftmals so hoch, dass der Vertragspartner davon ausgegangen sein muss, dass sich der US Dollar auf der Überfahrt nahezu vollständig entwertet. Es mag sein, dass diese Darstellung etwas überspitzt wiedergegeben ist, aber wenn du deine erste Rechnung zu einer CIF / CFR Sendung erhältst, weißt du genau was ich meine.

Der Ablauf – während das Kind in den Brunnen fällt – ist immer der Gleiche.

  1. Du bekommst die Rechnung und bist erschrocken bis sauer.
  2. Du stellst deinen Lieferanten zur Rede (der wissentlich nichts mit diesem Vorgehen zu tun haben muss.)
  3. Dieser sagt, dass er da nichts für kann, weil diese Kosten ja schließlich im Empfangshafen anfallen und somit – laut Incoterm – auf deine Kappe gehen.
  4. Du sprichst dann mit dem Empfangsagenten, der dir die Rechnung geschickt hat. Der dir aber mitteilt, dass das eine Vorgabe des Abgangsspediteurs ist und er das leider nicht ändern kann / darf.
  5. Wenn du dann noch immer nicht zahlst, hast du evtl. sogar zusätzlich noch Lagergeld zu zahlen, weil deine Sendung zu lange im Hafen liegt und du den Fall doch nicht geklärt bekommst.

 

Lösung des Problems: Kaufe EXW, FCA, FOB oder lasse dir zumindest vor Buchung die lokalen Kosten in Deutschland nennen, damit du weißt, was dich erwartet.

Lieber EXW, FCA oder FOB?

Unser persönlicher Favorit ist FOB. 

Ein unwahrscheinliches aber denkbares EXW / FCA Szenario wäre Ware, die nicht exportiert werden darf. Es wäre dann DEINE Ware in China. Dein Lieferant hat seinen Vertrag erfüllt und du hast Ware auf einem fernen Markt und weißt nicht, was du damit tun sollst. Bei FOB ist es erst dein Problem, wenn die Ware es bis auf das Schiff geschafft hat

Für die Fiskalverzollung muss die Ware in einem Hafen innerhalb der EU anlanden und in ein anderes EU-Land verbracht werden. Zum Beispiel: Schiff kommt in Rotterdam an und die Ware soll im Anschluss nach Hamburg.

Bei der
Fiskalverzollung wird die Einfuhrumsatzsteuer nicht direkt fällig, sondern über einen Fiskalvertreter angemeldet. Das heißt: Keine sofortige Zahlung, kein Vorfinanzierungsbedarf, was deine Liquidität schont.

Ein Aufschubkonto ist ein spezielles Konto bei der Zollbehörde, über das z. B. Zölle oder Einfuhrabgaben gesammelt und zeitverzögert beglichen werden können. Nur mit Genehmigung – ideal für Unternehmen mit vielen Importen.

Bei einer Komplettladung ((FCL/FTL)) („Full Container Load“ / “Full Truck Load”) nutzt du den gesamten Frachtraum des Transportbehälters exklusiv – ideal bei größeren Mengen. Bei einer Teilladung LCL/LTL („Less than Container Load“ / “Less than Truck Load”) wird deine Ware mit anderen Sendungen im Container oder LKW transportiert – kosteneffizient bei kleineren Volumen.

Sammelgut bedeutet, dass mehrere kleinere Sendungen verschiedener Kunden gebündelt und gemeinsam transportiert werden – z. B. per Seefracht, Luftfracht, Bahnfracht oder LKW-Fracht. Deine Ware wird nach der Produktion ins Sammelgutlager (CFS – Container Freight Station) gebracht, dort mit anderen Sendungen für dieselbe Zielregion kombiniert und verschifft. Das spart Kosten und ist besonders sinnvoll bei kleineren Mengen. Nach Ankunft im Zielhafen folgt die Verzollung und Auslieferung an die jeweiligen Empfänger.

Neben dem reinen Frachtpreis fallen – abhängig vom Incoterm – weitere Kosten an: zum Beispiel lokale Gebühren im Ursprungsland wie Vorlauf, Dokumentenerstellung, Hafenhandling und Zollabwicklung sowie ggf. zusätzliche Kosten im Zielland für Hafenumschlag, Verzollung und Zustellung bis zur Zieladresse. Wir erstellen dir gerne ein transparentes Gesamtangebot – individuell auf deine Sendung abgestimmt.

Beim Direkttransport wird deine Ware ohne Umladung direkt vom Versender zum Empfänger geliefert. Das spart Zeit, reduziert Risiken und eignet sich besonders für sensible oder eilige Sendungen.

Für alle Transporte – ins Besondere für Amazon-Sendungen – zählt vor allem Termintreue:

Luftfracht: ideal bei eiligen Nachbestellungen oder Launches mit wenig Vorlaufzeit.

Seefracht (LCL): kosteneffizient bei mittelgroßen Mengen.

Seefracht (FCL): kosteneffizient bei großen Mengen.

Zugfracht: schneller als Seefracht, günstiger als Luftfracht – perfekt für planbare Replenishments.

LKW Transporte aus China: nur etwas langsamer als Luftfracht und schneller als der Zug. Eine echte Alternative zu großen Luftfrachten.

LKW Transporte in der EU: für gewöhnlich eine notwendige Ergänzung für die Vorläufe und Nachläufe deiner Importe und Exporte. Hiermit wird die “letzte Meile” gefahren. Für Beschaffungen und Distribution innerhalb der EU oder des geografischen Europas – trotz aller Bemühungen der Schienenvertreter – oftmals alternativlos. Auch für den Weitertransport zum FBA-Lager werden LKW genutzt – sowohl für Pakete als auch für Paletten.

Bei regelmäßigen oder volumenstarken Importen:

Seefracht (FCL): optimal bei großem Volumen und Kostendruck.

Zugfracht: geeignet für China–Europa mit stabiler Laufzeit.

Luftfracht: empfehlenswert für eilige Ersatzteile, hochpreisige Ware oder dringenden Nachschub.

LKW aus China: ideal für sehr große und gleichzeitig eilige Transportmengen.

Das hängt stark von Zeit, Budget und Menge ab:

Luftfracht: gut für kleinere, hochwertige Chargen mit kurzer Lieferzeit.

LCL-Seefracht: günstig bei ersten Tests mit niedriger Stückzahl.

Zugfracht: gute Alternative, wenn Luftfracht zu teuer und Seefracht zu langsam ist.

LKW aus China: sinnvoll für gleichzeitig große und eilige Lieferungen.

Die Zollbeschau ist eine offizielle Warenkontrolle durch den Zoll. Sie dient z. B. dazu, die Angaben in den Importdokumenten zu überprüfen und sicherzustellen, dass keine verbotenen, gefährlichen oder falsch deklarierten Waren eingeführt werden.

Bei einer Zollbeschau öffnet der Zoll stichprobenartig Pakete oder Container, prüft den Inhalt und gleicht ihn mit den Dokumenten ab. Anschließend wird die Ware wieder gesichert und zur Freigabe weitergeleitet. In der Regel dauert das 1–3 Werktage zusätzlich – bei hoher Auslastung kann es etwas länger dauern. Gelegentlich werden Produktmuster einbehalten, ins Labor geschickt und zum Teil beid er Prüfung sogar beschädigt oder zerstört.

Die Kosten richten sich nach dem Aufwand, dem Standort und der Art der Ware. Bei aufwendigen Prüfungen, z. B. bei Containern oder Spezialtransporten, können höhere zusätzliche Lager- und Handlinggebühren entstehen.

China-Sendungen werden häufiger kontrolliert – insbesondere bei LCL-Sendungen, fehlenden Angaben oder Unstimmigkeiten in der Dokumentation.

Im Hafen Hamburg werden Zollbeschauen meist in speziellen Verwahrlagern durchgeführt oder am Amtsplatz (beim Zoll direkt). Die Abwicklung erfolgt zügig, kann aber durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden.

In Rotterdam erfolgt die Zollbeschau meist in speziellen Verwahrlagern. Die Bearbeitung ist meist effizient, kann aber bei Spitzenzeiten etwas dauern.

Die Auswahl erfolgt meist stichprobenartig oder bei Unklarheiten in den Dokumenten. Auch bestimmte Herkunftsländer oder Warengruppen sind häufiger betroffen. Zudem besitzen Importeure beim Zoll ein Risikoprofil mit individueller Einschätzung.

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