Glossar
Containergrößen (20’ GP, 40’ GP, 40’ HC)
20’ GP, 40’ GP und 40’ HC gehören zu den am häufigsten eingesetzten Containergrößen im internationalen Seefrachtverkehr und unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich ihrer Länge, Höhe und ihres verfügbaren Ladevolumens.
Die Abkürzung GP (General Purpose) bezeichnet einen geschlossenen Standardcontainer für den Transport unterschiedlichster Waren. HC (High Cube) bezeichnet einen höheren Container, der bei ansonsten vergleichbaren Abmessungen mehr Ladevolumen bietet. Welche Containergröße für einen Import geeignet ist, hängt unter anderem von Warenmenge, Gewicht, Abmessungen der Packstücke und Art der Beladung ab.
Ein 20’ GP (20-Fuß-Standardcontainer) verfügt innen über ungefähr 5,90 m Länge, 2,35 m Breite und 2,39 m Höhe. Daraus ergibt sich ein Ladevolumen von rund 33 m³. Aufgrund seiner kompakteren Abmessungen eignet er sich unter anderem für kleinere Warenmengen und vergleichsweise schwere Güter.
Ein 40’ GP (40-Fuß-Standardcontainer) ist mit einer Innenlänge von ungefähr 12,03 m etwa doppelt so lang. Die Innenbreite beträgt rund 2,35 m und die Innenhöhe etwa 2,39 m. Das Ladevolumen liegt bei ungefähr 67 m³, wodurch sich dieser Containertyp insbesondere für größere Warenmengen eignet.
Ein 40’ HC (40-Fuß-High-Cube-Container) besitzt ungefähr die gleiche Länge und Breite wie ein 40’ GP, ist mit einer Innenhöhe von rund 2,69 m jedoch etwa 30 cm höher. Dadurch erhöht sich das verfügbare Ladevolumen auf ungefähr 76 m³. High-Cube-Container eignen sich daher besonders für voluminöse Waren, bei denen das verfügbare Ladevolumen und nicht das Gewicht den begrenzenden Faktor darstellt.
Die theoretischen Innenmaße und das Ladevolumen entsprechen allerdings nicht automatisch der tatsächlich nutzbaren Ladekapazität. Türöffnungen, Verpackungsmaße, Palettierung, Gewichtsgrenzen und die notwendige Lastverteilung können beeinflussen, wie viel Ware tatsächlich in einen Container geladen werden kann. Auch die exakten Abmessungen und zulässigen Gewichte können je nach Container und Reederei geringfügig variieren.
Bei der Auswahl der passenden Containergröße sollte deshalb nicht ausschließlich das Warenvolumen in Kubikmetern betrachtet werden. Eine konkrete Beladungsplanung anhand der Anzahl, Maße und Gewichte der Packstücke ermöglicht eine wesentlich realistischere Einschätzung, welcher Container für die jeweilige Sendung geeignet ist.