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FCL (Full Container Load / Vollcontainer)

FCL (Full Container Load) bezeichnet in der Seefracht eine Transportform, bei der ein kompletter Container für die Sendung eines einzelnen Versenders beziehungsweise Empfängers gebucht wird. Der Container wird dabei nicht im Rahmen eines LCL-Sammelcontainers mit Sendungen anderer Kunden geteilt.

Die Bezeichnung „Full Container Load“ bedeutet dabei nicht zwangsläufig, dass der Container vollständig bis an seine Kapazitätsgrenze beladen sein muss. Auch ein nur teilweise gefüllter Container kann als FCL transportiert werden. Entscheidend ist, dass der Container als vollständige Transporteinheit für die betreffende Sendung gebucht wird und keine zusätzlichen LCL-Sendungen anderer Kunden darin konsolidiert werden.

Für FCL-Transporte werden im internationalen Seefrachtverkehr insbesondere 20’ GP-, 40’ GP- und 40’ HC-Container eingesetzt. Welche Containergröße geeignet ist, hängt unter anderem von Warenmenge, Volumen, Gewicht, Abmessungen der Packstücke und der Art der Beladung ab.

Ein wesentlicher Unterschied zu LCL (Less than Container Load) liegt in der Abwicklung. Bei LCL werden mehrere kleinere Sendungen verschiedener Kunden zu einem Sammelcontainer zusammengeführt. Dafür müssen die Waren zunächst konsolidiert und am Bestimmungsort wieder voneinander getrennt werden. Bei FCL entfallen diese LCL-spezifischen Konsolidierungs- und Dekonsolidierungsprozesse.

Dadurch kann FCL insbesondere bei größeren Warenmengen Vorteile bieten. Die Ware wird innerhalb der Transportkette in der Regel weniger häufig einzeln umgeschlagen, wodurch sich die Abwicklung vereinfachen und das Risiko von Beschädigungen oder Verwechslungen reduzieren kann. Auch die Laufzeit kann gegenüber einer vergleichbaren LCL-Sendung günstiger ausfallen, da zusätzliche Prozesse in einer Container Freight Station (CFS) entfallen.

Ob FCL wirtschaftlicher als LCL ist, hängt nicht ausschließlich davon ab, ob die Ware einen Container vollständig ausfüllt. Mit zunehmendem Sendungsvolumen kann ein eigener Container bereits sinnvoll sein, bevor dessen maximale Kapazität erreicht wird. Für einen konkreten Import sollten deshalb die Gesamtkosten beider Transportvarianten miteinander verglichen werden.

Je nach vereinbartem Incoterm und Transportkonzept kann der Container beispielsweise beim Lieferanten beladen oder an einem anderen vorgesehenen Ort übernommen und anschließend zum Abgangshafen transportiert werden. Nach dem Seetransport erfolgt die weitere Abwicklung am Bestimmungshafen und gegebenenfalls das Container-Trucking im Nachlauf bis zum Empfänger.

FCL eignet sich daher insbesondere für größere oder regelmäßig anfallende Warenmengen, bei denen ein eigener Container wirtschaftlich sinnvoll ist oder bei denen möglichst wenige zusätzliche Umschlag- und Konsolidierungsprozesse gewünscht sind.

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