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Packliste / Packing List

Eine Packliste, international als Packing List bezeichnet, ist ein Warenbegleitdokument, das detailliert beschreibt, wie eine Sendung verpackt und auf die einzelnen Packstücke verteilt ist. Sie enthält insbesondere Angaben zu Anzahl und Art der Packstücke, deren Inhalt sowie häufig zu Gewicht und Abmessungen und ermöglicht dadurch eine eindeutige Zuordnung und Kontrolle der transportierten Ware.

Die Packliste wird in der Regel vom Verkäufer beziehungsweise Lieferanten erstellt und begleitet die Handels- und Transportdokumente einer Sendung. Bei einem Import aus China kann beispielsweise der chinesische Lieferant die Packing List erstellen und sie dem Importeur beziehungsweise dem mit der Transport- und Zollabwicklung beauftragten Dienstleister zur Verfügung stellen.

Typische Angaben einer Packing List sind Versender und Empfänger, Anzahl und Art der Packstücke, Warenbezeichnung beziehungsweise Artikelnummern, Stückzahl je Packstück, Netto- und Bruttogewicht sowie Abmessungen und gegebenenfalls Volumen. Bei palettierter Ware kann zusätzlich angegeben werden, wie viele Kartons beziehungsweise Produkte sich auf den einzelnen Paletten befinden.

Besteht eine Sendung beispielsweise aus 50 Masterkartons mit jeweils 20 Artikeln, kann die Packliste dokumentieren, welche Artikel und Mengen sich in welchen Kartons befinden. Werden unterschiedliche Produkte oder Varianten transportiert, erleichtert eine detaillierte Zuordnung die Kontrolle beim Wareneingang und kann bei Rückfragen während der Transport- oder Zollabwicklung hilfreich sein.

Die Packliste ist von der Handelsrechnung (Commercial Invoice) zu unterscheiden. Während die Handelsrechnung das Handelsgeschäft und insbesondere die für die Zollabwicklung relevanten Warenwerte dokumentiert, konzentriert sich die Packing List auf die physische Zusammensetzung und Verpackungsstruktur der Sendung. Preise und Rechnungsbeträge gehören deshalb typischerweise auf die Handelsrechnung und nicht zu den wesentlichen Angaben einer Packliste.

Beide Dokumente sollten jedoch inhaltlich miteinander übereinstimmen. Warenbezeichnungen, Artikelmengen, Anzahl der Packstücke und Gewichtsangaben dürfen sich nicht widersprechen. Abweichungen zwischen Packing List, Commercial Invoice, Frachtdokumenten und der tatsächlich transportierten Ware können zu Rückfragen und Verzögerungen bei Transport oder Zollabfertigung führen.

Für die Transportplanung sind insbesondere Anzahl, Maße, Gewicht und Verpackungsart der Packstücke wichtig. Anhand dieser Informationen kann beispielsweise ermittelt werden, wie viel Laderaum eine Sendung benötigt und welche Transportlösung geeignet ist. Bei LCL-Seefracht und Luftfracht kann das Volumen beziehungsweise Volumengewicht zudem unmittelbar Einfluss auf die Berechnung der Frachtkosten haben.

Bei FCL-Containertransporten kann die Packliste beispielsweise darstellen, welche Waren und Kartons sich im Container befinden. Bei LCL-Sendungen hilft sie bei der Identifikation der einzelnen Warenpartie innerhalb einer konsolidierten Sendung. Bei Luft-, Bahn- und Straßentransporten erfüllt sie entsprechend ebenfalls die Funktion, Aufbau und Inhalt der Sendung nachvollziehbar zu dokumentieren.

Die Packing List ist damit nicht auf eine bestimmte Transportart beschränkt. Sie wird bei See-, Luft-, Bahn- und Straßentransporten eingesetzt und ist insbesondere bei internationalen Warenbewegungen ein wichtiges Dokument für Transportorganisation, Warenkontrolle und gegebenenfalls Zollabwicklung.

Eine vollständige und korrekt erstellte Packliste sollte deshalb möglichst bereits vor Abholung beziehungsweise Versand der Ware vorliegen. Dadurch können Packstückzahlen, Maße und Gewichte für die Transportbuchung geprüft und mögliche Abweichungen zu Handelsrechnung oder anderen Versanddokumenten geklärt werden, bevor die Sendung unterwegs ist.

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