Glossar
Door-to-Door
Door-to-Door bezeichnet eine Transportlösung, bei der die Beförderung einer Sendung vom vereinbarten Abholort beim Versender bis zum vereinbarten Bestimmungsort des Empfängers durchgängig organisiert wird. Dabei können mehrere Transportabschnitte, Verkehrsträger und Logistikdienstleister zu einer zusammenhängenden Transportkette kombiniert werden.
Bei einem internationalen Import kann eine Door-to-Door-Lösung beispielsweise mit der Abholung beim Lieferanten beginnen. Anschließend folgen je nach Herkunftsland und gewählter Transportart der Vorlauf zum Hafen, Flughafen oder Bahnterminal, der internationale Haupttransport sowie nach der Ankunft die erforderliche Zollabwicklung und der Nachlauf bis zum vereinbarten Bestimmungsort.
Door-to-Door bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass die gesamte Strecke mit nur einem Verkehrsträger oder durch einen einzigen ausführenden Frachtführer zurückgelegt wird. Gerade bei internationalen Importen handelt es sich häufig um eine multimodale Transportlösung. So kann eine Sendung beispielsweise zunächst per Lkw zum Abgangshafen gebracht, anschließend per Schiff nach Europa transportiert und nach der Zollabfertigung erneut per Lkw zum Empfänger zugestellt werden.
Der vereinbarte Bestimmungsort kann dabei beispielsweise das Unternehmen des Importeurs, ein Lager, ein Fulfillment-Dienstleister oder ein anderer geeigneter Empfangsort sein. Welche Leistungen tatsächlich Bestandteil einer Door-to-Door-Lösung sind, richtet sich nach dem konkreten Angebot und den vereinbarten Leistungen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Door-to-Door-Transportlösung und den Incoterms. Die Bezeichnung Door-to-Door beschreibt zunächst den organisatorischen Umfang der Transportleistung. Sie legt nicht automatisch fest, welche Kosten, Pflichten und Risiken Käufer und Verkäufer im zugrunde liegenden Warenkaufvertrag tragen. Diese Aufteilung richtet sich insbesondere nach dem vereinbarten Incoterm.
Für den Importeur bietet eine Door-to-Door-Lösung den Vorteil, dass die einzelnen Transportabschnitte aufeinander abgestimmt und zentral koordiniert werden können. Dadurch müssen Vorlauf, Haupttransport, Zollabwicklung und Nachlauf nicht separat bei unterschiedlichen Dienstleistern organisiert werden, sondern können als durchgängige Import- und Transportlösung geplant werden.