Glossar
Ladungssicherung
Ladungssicherung umfasst alle Maßnahmen, mit denen Waren während eines Transports so verstaut und gesichert werden, dass sie durch die bei der Beförderung auftretenden Kräfte möglichst nicht verrutschen, umfallen, rollen oder herabfallen können. Sie dient sowohl dem Schutz der transportierten Ware als auch der Sicherheit von Fahrzeugen, beteiligten Personen und anderen Verkehrsteilnehmern.
Welche Art der Ladungssicherung erforderlich ist, hängt unter anderem von Gewicht, Abmessungen, Form und Beschaffenheit der Ware sowie vom eingesetzten Verkehrsträger ab. Auch Verpackung, Ladeeinheiten und die Verteilung der Ladung spielen eine wichtige Rolle. Eine Palette mit gleichmäßig gestapelten Kartons stellt beispielsweise andere Anforderungen an die Sicherung als eine schwere Maschine oder lose beziehungsweise rollfähige Güter.
Im Straßengüterverkehr müssen Ladung und Sicherungsmittel so verstaut und gesichert sein, dass die Ladung auch bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegung insbesondere nicht verrutscht, umfällt, hin- und herrollt oder herabfällt. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.
Ein Beispiel: Ein Unternehmen bezieht palettierte Waren von einem Lieferanten in Istanbul und lässt diese per Landverkehr aus der Türkei nach Deutschland transportieren. Vor der Abfahrt müssen die Paletten im Lkw so positioniert und gesichert werden, dass sie den während der Fahrt auftretenden Belastungen standhalten. Abhängig von Ladung und Fahrzeug können dafür beispielsweise formschlüssiges Verladen sowie geeignete Zurr- und Sicherungsmittel erforderlich sein.
Grundsätzlich wird zwischen formschlüssiger und kraftschlüssiger Ladungssicherung unterschieden. Beim Formschluss wird die Ladung so positioniert beziehungsweise gesichert, dass Bewegungen durch Begrenzungen oder geeignete Sicherungsmittel verhindert werden. Bei der kraftschlüssigen Sicherung wird die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche genutzt beziehungsweise erhöht, beispielsweise durch Niederzurren in Verbindung mit geeigneten Antirutschmaterialien. In der Praxis können beide Verfahren miteinander kombiniert werden.
Ladungssicherung betrifft jedoch nicht nur Lkw-Transporte. Auch bei See-, Luft- und Bahntransporten müssen Waren für die jeweils auftretenden Transportbelastungen geeignet verpackt, verstaut und gesichert werden. Die konkrete Sicherungsmethode muss deshalb immer zur Ware, zum Ladehilfsmittel und zum vorgesehenen Transportweg passen.
Auch eine fachgerechte Ladungssicherung kann Transportschäden nicht vollständig ausschließen. Unfälle, außergewöhnliche Transportbelastungen oder andere unvorhersehbare Ereignisse können trotz geeigneter Sicherungsmaßnahmen zu Schäden oder Verlusten führen. Eine Transportversicherung kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung zur organisatorischen und technischen Absicherung eines Transports sein. Import-Team.de kann eine Transportversicherung auf Wunsch direkt in das individuelle Importangebot einbeziehen, sodass Transportorganisation und Versicherungsschutz gemeinsam geplant werden können.